62 Jahre
C D U
Gemeindeverband Ruppichteroth
Chronik
Ausgabe 2009
Hier stellen wir nur einen kleinen Ausschnitt unserer Geschichte vor. Sie finden lediglich das Inhaltsverzeichnis und die Einleitung/Grußworte. Wenn Sie die ganze Chronik von über 60 Seiten wünschen dann laden Sie diese bitte über den unten genannten Link herunter.
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Inhaltsverzeichnis/Seite
Inhaltsverzeichnis A/1
Grußwort zur Chronik des CDU-Gemeindeverbandes Ruppichteroth A/2
Vorwort A/3
Gedanken von Konrad Adenauer A/4
Zum 60-jährigen Bestehen der CDU Deutschlands von Angela Merkel A/5
1. CDU-Gemeindeverband Ruppichteroth
1.1 Entstehung und Gründung 1/1
1.2 Karte des Gemeindegebiets 1/3
1.3 Einwohner im jetzigen Gemeindegebiet 1/4
1.4 Mitgliederbewegung 1/5
1.5 Besonders ausgezeichnete Mitglieder 1/6
1.6 Mitglieder des Vorstands des Gemeindeverbands 1/7
1.7 Mitglieder im Vorstand des CDU-Kreisverbands 1/9
1.8 Erwähnenswerte Aktivitäten und Ereignisse 1/10
2. Junge Union (JU)
2.1 Gründung und Vorstände 2/1
2.2 Bemerkenswerte Aktivitäten und Ereignisse 2/2
3. Frauenunion (FU)
3.1 Gründung und Vorstände 3/1
3.2 Besondere Tätigkeitsgebiete 3/2
.3.3 Sonstige Aktivitäten und Ereignisse 3/5
4. Christlich Demokratische Arbeitnehmerschaft (CDA)
4.1 Gründung und Vorstände 4/1
4.2 Erwähnenswerte Aktivitäten und Ereignisse 4/2
5. Arbeitskreise des Gemeindeverbands
5.1 Umweltschutz 5/1
5.2 Soziales 5/1
5.3 Zeitung 5/2
5.4 AK Jugend 5/3
5.5 Seniorenunion 5/3
5,6 Temporäre Arbeitskreise 5/4
6. Wahlergebnisse im Bereich des Gemeindeverbands
6.1 Wahlbezirke in der Gemeinde 6/1
.6.2 Ergebnisse der CDU-Kandidaten in den Wahlbezirken bei Kommunalwahlen seit 1969 6/2
.6.3 Ergebnisse aller Wahlen in der Gemeinde Ruppichteroth von 1946 bis 1964 zum 6/5
- Gemeinderat Ruppichteroth - Kreistag des Rhein-Sieg-Kreises
- Landtag NRW - Bundestag
- Europa-Parlament
dto. seit 1965 6/6
7. CDU-Funktionsträger in der Gemeinde
7.1 Bürgermeister und Stellvertreter 7/1
7.2 Gemeindedirektoren und Stellvertreter 7/2
7.3 Kreistagsabgeordnete 7/3
8. CDU-Fraktion im Rat der Gemeinde Ruppichteroth
8.1 Ratsmitglieder / Gemeindevertreter/-innen 8/1
8.2 Vorsitzende oder Sprecher der Fraktion 8/5
.8.3 Erwähnenswerte Aktivitäten 8/5
Anmerkungen, Abkürzungen, E/1
Quellen, Impressum E/2
Grußwort zur Chronik
des CDU-Gemeindeverbands Ruppichteroth
Ausgabe 2009
62 Jahre CDU-Gemeindeverband Ruppichteroth sind ein wahrer Grund zur Freude. Sie bedeuten eine Periode der Verantwortung und erfolgreicher CDU-Politik für die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Ruppichteroth.
62 Jahre erlauben einen Rückblick auf die Entstehung des heutigen CDU-Gemeindeverbandes Ruppichteroth durch wenige Bürger, die damals das christlich demokratische Gedankengut aufgegriffen haben. Sie waren es, die Mitstreiter gefunden haben, so dass der Gemeindeverband zur heutigen Größe gewachsen ist.
Ein herzliches Dankeschön allen Mitglieder für ihre Unterstützung, an welcher Stelle sie auch immer in diesen Jahren mitgearbeitet haben. Dem Dank will diese Chronik dienen und gleichzeitig Einzelheiten der CDU-Gemeinschaft in unserer Gemeinde dokumentieren.
Die vielfältigen Tätigkeiten der engagierten Mitglieder beim Aufbau des Gemeindeverbands, in den einzelnen Untergruppen und Arbeitskreisen werden hervorgehoben. Daraus resultierend werden die ehrenamtlichen Aufgaben der Mitglieder in der CDU-Fraktion des Gemeinderates und im Vorstand besonders gewürdigt.
Die Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung ermöglichte erst die erfolgreiche Gestaltung der Kommunalpolitik unserer Gemeinde, die die CDU-Fraktion maßgeblich zum Wohl der Bürgerinnen und Bürger beeinflussen konnte.
In diesem Sinne wünsche ich uns, dem CDU-Gemeindeverband Ruppichteroth, weiterhin eine gute Gemeinschaft und als bester politischer Dienstleister in unserer schönen Bröltalgemeinde viel Erfolg.
Martin Rösler Winterscheid, im Januar 2009
Vorsitzender
CDU-Gemeindeverband Ruppichteroth
Vorwort
Anlass zu der Chronik des CDU-Gemeindeverbands Ruppichteroth war herauszufinden, wann der jetzige Gemeindeverband gegründet worden ist, der damals die selbständigen GemeindenRuppichteroth und Winterscheid umfasste. Die verbandseigenen Aufzeichnungen reichen leider nicht soweit zurück, so dass viele denkbaren Archive und Quellen der CDU-Hierarchie und der staatlichen Einrichtungen herangezogen werden mussten (siehe Seite E/1). Die vorliegende Ausgabe spiegelt die Chronik des CDU-Gemeindeverbandes bis zum Stand Ende 2008 wider.
Der erste diesbezgl. Schriftwechsel zu den Wahlvorbereitungen Mitte des Jahres 1946 lässt noch nicht erkennen, dass in Ruppichteroth oder Winterscheid eine fixierte CDU-Formation in welcher Form auch immer existierte. Lediglich in einem Schreiben des CDU-Kreises vom 03.04.46 wird die Kontaktaufnahme zu Ruppichteroth angeregt, jedoch ohne Nennung eines Namens. Ein konkretes Datum für die Gründung der 'CDU Ruppichteroth' und/oder der 'CDU Winterscheid' ist also nicht zu ermitteln.
Ein kurzer Rückblick in die Geschichte der ehemaligen Gemeinden Ruppichteroth und Winterscheid sei an dieser Stelle gestattet. Unter napoleonischer Verwaltung wurden die Gemeinden Ruppichteroth und Winterscheid 1808 erstmalig zur 'Mairie Ruppichteroth' vereinigt. Sieben Jahre später -1815- wurden sie zwar wieder selbständig, jedoch unter einer gemeinsamen Verwaltung. Diese Konstellation ist offenbar bis zur Gemeindeneuordnung 1969 so geblieben.
Ich danke den Vorsitzenden der Untergruppen, Herrn Ludwig Neuber und dem inzwischen verstorbenen Herrn Arnold Jühlen für Bereitstellung von Material und mündlichen Überlieferungen.
Winterscheid, im Januar 2009 Robert Lehmann
Verfasser
Gedanken von Konrad Adenauer
(nach seinem Buch 'Erinnerungen 1945 - 1953', Deutsche Verlagsanstalt Stuttgart)
Die Anfänge politischen Lebens in Deutschland nach 1945
Nach dem Zusammenbruch Deutschlands im Frühjahr 1945 regten sich sogleich wieder parteipolitische Bewegungen. Die Alliierten bestimmten im Sommer 1945, dass in ganz Deutschland demokratische Parteien wieder erlaubt und zu fördern seien mit dem Recht, Versammlungen einzuberufen und öffentliche Diskussionen durchzuführen.
In der britischen Zone (in dieser lag die Gemeinde Ruppichteroth, der Verf.) wurden politische Parteien offiziell am 15. September 1945 zugelassen, und zwar im Gegensatz zu anderen Zonen auf Zonenebene. Die CDU in der britischen Zone wurde dadurch führend beim Aufbau dieser Partei.
In den Bezirken Köln und Aachen (ebenfalls in der britischen Zone, d.Verf.) hatte bei den Wahlen vor 1933 die Zentrumspartei stets die Mehrheit. Daher fragten sich führende Mitglieder 1945, ob das Zentrum in alter Form wieder entstehen oder ob man eine neue christliche Partei gründen sollte, die sich gleichermaßen auf evangelische wie auf katholische Christen stützen müsste.
Die Notwendigkeit der Gründung einer weltanschaulich ausgerichteten,
auf ethischen Grundlagen fundierten Partei
Schon seit vielen Jahren war mir das Entstehen einer christlichen Partei, die sich auf Grundsätze stützen könnte, die beiden Konfessionen gemeinsam waren, notwendig erschienen, um dem fortschreitenden materialistischen Denken in politischen Fragen entgegenzutreten und um ein gesundes, sich nicht nur auf das Interesse von einzelnen Schichten und Klassen, sondern auf alle Volksschichten stützendes politisches Leben in Deutschland möglich zu machen.
Es verbreitete sich die Überzeugung, dass nur eine große Partei, die in der christlich-abendländischen Weltanschauung, in den Grundsätzen der christlichen Ethik ihr Fundament hatte, die notwendige erzieherische Aufgabe am deutschen Volk, seinen Wiederaufstieg herbeiführen und einen festen Damm gegenüber der kommunistischen atheistischen Diktatur errichten könnte.
Diese Überzeugung allein würde unserer Partei die Kraft geben, Deutschland aus der Tiefe wieder emporzuheben. Ihr sollten alle, die den Wert der christlichen Entwicklung in Europa kannten und schätzten, angehören können, sowohl Arbeitgeber und Arbeitnehmer wie Bauern und Mittelständler als auch Beamte und Intellektuelle.
Die Gründung einer neuen Partei war schwer bei der trostlosen Lage, die in Deutschland bestand. Die materielle Not war groß, die politische Not und die Gleichgültigkeit gegenüber politischen Angelegenheiten bei den meisten Deutschen war entmutigend.
Auf dem ersten 'Reichstreffen' der christlich-demokratischen Parteigruppen im Dezember 1945 in Bad Godesberg, beschloss man, sich als 'Union' zu bezeichnen. Damit sollte unterstrichen werden, dass alle, die auf dem von uns gewählten weiten politischen Boden standen, zur politischen Arbeit zusammengeführt werden sollten, gleichgültig, welchem Bekenntnis sie angehörten, gleichgültig, welchen Standes sie waren.
So entstand die Christlich Demokratische Union in Deutschland.
Das deutsche Volk befand sich damals nicht nur in großer materieller Not, es war auch in einer gefährlichen geistigen und seelischen Verfassung. Dazu kam die von der Sowjetunion drohende Gefahr des atheistischen Kommunismus, dessen bester Boden Not und Hoffnungslosigkeit ist. Dem musste eine auf christlichen Grundsätzen stehende weltanschauliche Partei in Deutschland entgegengestellt werden.
Wir gingen voll Mut und Idealismus ans Werk.
Auf einer der folgenden Tagungen berichteten die Delegierten, dass erfreulicherweise in überraschend hohem Maße sich die junge Generation aller Stände und Schichten der Arbeit für die CDU widmete.
(Dr. Konrad Adenauer ist am 01. Juni 1946 in die CDU, Kreisverband Siegkreis eingetreten.)
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Dr. Angela Merkel, Parteivorsitzende der CDU Deutschlands,
zum 60-jährigen Bestehen der CDU Deutschlands
Die Männer und Frauen, die unmittelbar nach Kriegsende die Gründung der CDU betrieben, um einen politischen Neuanfang herbeizuführen, taten dies im Bewusstsein christlicher Verantwortung. Nach dem Scheitern der Weimarer Republik und der Katastrophe des Nationalsozialismus machten sie sich daran, trennende Gräben zuzuschütten und eine Volkspartei neuen Typs zu schaffen.
Die konfessionelle Spaltung Deutschlands in ein protestantisches und ein katholisches Lager, die noch zur Weimarer Zeit auch die Parteienlandschaft dominiert hatte, wurde durch die Union überwunden. In ihr schlossen sich Christen beider Konfessionen zusammen.
In der Union war gleichberechtigt Platz für Vertreter liberaler, konservativer und christlich-sozialer Strömungen. Die CDU war nie die Partei einer bestimmten gesellschaftlichen Schicht oder Gruppierung, sie war ? wie es ihr Name bis heute treffend ausdrückt ? von Anfang an eine Union.




